Telekom Austria Group steigert Gewinn um 5,2% trotz Roaming-Abschaffung und Währungseffekten

Wien, 30. Januar 2017
  • Nettogewinn um 5.2% auf 413,2 Mio. EUR gesteigert
  • Der Gesamtumsatz sank auf Pro-forma-Basis im Jahresvergleich um 0,5% und ist berichtet um +2,1% gestiegen, was über den Markterwartungen liegt
  • Das EBITDA der Gruppe ging auf Pro-forma-Basis um 2,6% zurück (berichtet: -1,1%)
  • Um Einmal- und Währungseffekte bereinigt, steigen der Gesamtumsatz und das EBITDA auf Pro-forma-Basis um 2,4% bzw. 3,1%
  • Operativ verbesserte Trends in den Dienstleistungserlösen und weiterhin deutliche Kosteneinsparungen konnten die negativen Auswirkungen der schrittweisen Roaming-Abschaffung und höherer Equipment-Kosten ausgleichen
  • Stabile Zahlen bei Mobilkommunikationskunden auf Pro-forma-Basis und Trend in Richtung Wertsteigerung von Prepaid- auf Vertragskunden; Wachstum von 1,3% bei Festnetz-RGUs** von CEE-Ländern getrieben
  • Österreich: EBITDA-Anstieg um 1,8% (berichtet) und steigende Marge, trotz Rückgängen in den Roaming- Endgerätverkaufserlösen und durch stabile Umsatzentwicklung sowie Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz
  • CEE: Anhaltend starke operative Entwicklung in Kroatien und Weißrussland, erste Verbesserungen in Bulgarien; intensiver Wettbewerb in Serbien und Slowenien; positive Auswirkungen der Clusterbildung
Kundenzahlen in Tausend2016 berichtet2015
Pro-forma*
+/- in %2015 berichtet+/- in %
RGUs** 5.900,2 5.823,6 +1,3% 5.551,4 +6,3%
Mobilkommunikationskunden 20.707,8 20.711,0 0,0% 20.711,0 +0,0%
- Vertragskunden 15.041,0 14.787,1 +1,7% 14.787,1 +1,7%
- Prepaid-Kunden 5.666,8 5.923,9 -4,3% 5.923,9 -4,3

Finanzkennzahlen in Mio. EUR2016 berichtet2015
Pro-forma*
+/- in %2015 berichtet+/-
Umsatzerlöse Gesamt 4211,5 4231,8 -0,5% 4125,3 +2,1%
EBITDA 1354,3 1390,5 -2,6% 1368,7 -1,1%
Nettogewinn 413,2 - - 392,8 +5,2%

* Proforma-Zahlen beinhalten Effekte aus zwischen Anfang der Vergleichsperiode und Ende der Berichtsperiode getätigten M&A-Transaktionen
** Revenue Generating Units (Festnetz Sprache, Festnetz Breitband, Festnetz TV)

„Wir sind mit der Performance unserer Märkte zufrieden, obwohl es ein schwieriges Jahr, geprägt von der Roaming-Abschaffung sowie Währungseffekten in Belarus, war. Der Aufwärtstrend setzt sich mit einem konzernweiten Umsatzwachstum von 2,4 Prozent auf 4.290,3 Mio. EUR und einem Plus beim EBITDA von 3,1 Prozent auf 1.369,8 Mio. EUR auf operativer Basis fort. Darüber hinaus konnten wir den Gewinn um 5,2 Prozent auf 413,2 Mio. EUR steigern. Das Vorjahr war nicht nur finanziell erfolgreich. Wir haben auch eine neue Art von Leadership eingeführt, unsere neue und bereits erfolgreiche Business Unit Digital aufgebaut und eine Kultur des Lernens und der Entwicklung aufgebaut. Unsere Strategie macht sich bezahlt", so Alejandro Plater, CEO & COO Telekom Austria Group.

Im Geschäftsjahr 2016 fokussierte die Telekom Austria Group einmal mehr darauf, wettbewerbsbedingtem Preisdruck und regulatorischen Einschnitten durch klare Wertorientierung und striktes Kostenmanagement zu begegnen. Zusätzlich zu den operativen Fortschritten stärkte
die Telekom Austria Group ihre Position mit M&A-Aktivitäten, wobei die folgenden Transaktionen zwischen Anfang der Vergleichsperiode und Ende der Berichtsperiode hervorzuheben sind:

  • Die Akquisition des Festnetz-Anbieters Amis in Slowenien und Kroatien, konsolidiert per 1. September 2015.
  • Die Akquisition des Festnetzanbieters Blizoo in Bulgarien, konsolidiert per 1. Oktober 2015.

  • Die Fusion von Vip operator in der Republik Mazedonien und der Nummer Drei des Landes, ONE, konsolidiert per 1. Oktober 2015.

  • Die Akquisition des Festnetzanbieters Atlant Telecom und dessen Tochterunternehmen TeleSet in Weißrussland, konsolidiert per 1. Dezember 2016.

Im Dezember 2016 wurde ein Vertrag über den Erwerb des Festnetzanbieters Metronet in Kroatien unterzeichnet; konsolidiert wird das Unternehmen nach dem Abschluss der Transaktion voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2017.

Darüber hinaus wurde die Entwicklung im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr durch folgende, wesentliche Einmal- und Währungseffekte beeinflusst:

  • Positive Einmaleffekte von in Summe 10,5 Mio. EUR in den Umsatzerlösen gesamt in Österreich im 4. Quartal 2015: Auflösung von Rückstellungen in Festnetz- und andere Erlöse
     
  • Positiver Einmaleffekt in Höhe von 30,0 Mio. EUR in den Umsatzerlösen gesamt in Slowenien in den sonstigen betrieblichen Erträgen im Jahr 2015, die Zahlung erfolgte im 1. Quartal 2015 (20,0 Mio. EUR) und im 4. Quartal 2015 (10,0 Mio. EUR): Vertrag zur Regelung der gegenseitigen Beziehungen und Zusammenarbeit mit Telekom Slovenije
     
  • Positiver Einmaleffekt in Höhe von 21,6 Mio. EUR im EBITDA in Österreich im 4. Quartal 2015 im Restrukturierungsaufwand resultierend aus einem Vergleich
     
  • Positiver Einmaleffekt in Höhe von 7,0 Mio. EUR im EBITDA in Österreich im 1. Quartal 2016 infolge der Veränderung von Wertberichtigungen bei Endgeräten in den Kosten der Endgeräte
     
  • Positiver Einmaleffekt in Höhe von 14,4 Mio. EUR im EBITDA in Österreich im 3. Quartal 2016 aus einer Rückstellungsauflösung für Urheberrechte in den Kosten zur Erbringung von Dienstleistungen
     
  • Negative Effekte aus der Währungsumrechnung im Umsatz in Höhe von 78,8 Mio. EUR und im EBITDA von 37,0 Mio. EUR im Jahr 2016, davon 78,7 Mio. EUR bzw. 37,2 Mio. EUR aus Weißrussland
     2016 sind keine Einmaleffekte (ohne Währungseffekte) in den Umsatzerlösen gesamt enthalten (2015: +40,5 Mio. EUR). Im EBITDA sind 2016 Einmaleffekte (ohne Währungseffekte) in Höhe von +21,4 Mio. EUR (2015: +62,1 Mio. EUR) enthalten.

In Österreich war der Wettbewerb 2016 weiterhin von mobilen No-Frills-Angeboten geprägt. Darüber hinaus entwickeln sich mobile WLANRouter mit unbegrenztem Datenangebot zu einem zunehmend wichtigen Element des österreichischen Breitbandmarkts. Des Weiteren wurden die Entwicklungen auf dem österreichischen Markt durch die schrittweise Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU ab 30. April 2016 geprägt. Die Entwicklung im Segment Bulgarien war 2016 weiterhin von einem schwierigen wettbewerbsintensiven Umfeld geprägt, worunter besonders der Geschäftskundenbereich litt. Einzelne Marktsegmente zeigen jedoch erste Anzeichen einer Stabilisierung. In Kroatien setzte sich die beginnende Verbesserung des Marktumfeldes fort, während der regulatorische Druck in Form von hohen Frequenznutzungsentgelten bestehen blieb.

In Weißrussland blieb im Geschäftsjahr weiterhin ein makroökonomischer und regulatorischer Gegenwind aufrecht. In diesem Umfeld drängte die Regierung auf eine Stabilisierung der Inflation und erhöhte überdies im April 2016 die Mehrwertsteuer für mobile Dienste von 20% auf 25%. Der slowenische Telekommunikationsmarkt zeichnete sich auch 2016 durch den intensiven Wettbewerb im Mobilfunk aus. In der Republik Serbien war das sehr kompetitive Marktumfeld von der Einführung neuer konvergenter Angebote in der ersten Jahreshälfte 2016 geprägt. In der Republik Mazedonien ist nach der Fusion von VIP operator mit ONE im Oktober 2015 das verbundene Unternehmen one.Vip nunmehr der führende Anbieter im Mobilfunkgeschäft. Der Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt hat sich trotz dieser Konsolidierung durch den Markteintritt eines virtuellen Mobilfunkbetreibers (Mobile Virtual Network Operators, MVNOs) im Juli 2016 intensiviert.

In Summe blieben die Mobilfunkkunden der Telekom Austria Group im Berichtsjahr stabil (0,0%) bei 20,71 Millionen Kunden. Das stärkste Wachstum mit 167.800 zusätzlichen Kunden fand in Österreich getrieben durch Machine-to-Machine-(M2M-) SIM-Karten statt. Auch in der Republik Serbien (36.000) und Slowenien (5.800) stiegen die Kundenzahlen an, während die Kundenzahlen in Bulgarien (-127.500), in der Republik Mazedonien (-59.800), Kroatien (-13.600) und Weißrussland (-11.900) zurückgingen.

Im Festnetzgeschäft wurden auf Gruppenebene rund 76.500 umsatzgenerierende Einheiten (RGUs) dazugewonnen, was einem Zuwachs von 1,3% auf rund 5,90 Millionen RGUs entspricht. Dieses Wachstum stammte primär aus Kroatien und Slowenien mit 67.100 beziehungsweise 24.400 zusätzlichen RGUs. Währenddessen ging die Zahl der RGUs in Österreich um 38.900 Einheiten zurück.

Als Resultat der oben beschriebenen Entwicklungen verzeichnete die Telekom Austria Group im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatzrückgang von 0,5% (berichtet: +2,1%). Höheren Umsatzerlösen in den Segmenten Kroatien und der Republik Serbien sowie stabile Umsatzerlöse in Bulgarien standen dabei Umsatzeinbußen in den anderen Segmenten gegenüber. Ohne die oben erwähnten Einmal- und Währungseffekte stiegen die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um 2,4%.

Das EBITDA sank im Geschäftsjahr 2016 um 2,6% (berichtet: -1,1%) bedingt durch die niedrigeren Umsätze, die unter anderem durch Roaming getrieben waren, sowie höherer Kosten und Aufwendungen. Zuwächse im EBITDA wurden in den Segmenten Österreich, Kroatien und der Republik Mazedonien erzielt und konnten den Rückgang in den anderen Segmenten nicht ausgleichen. In Summe kam es damit zu einer Reduzierung der EBITDA-Marge von 32,9% im Vorjahr auf 32,2% im Berichtsjahr. Ohne die oben erwähnten Einmal- und Währungseffekte stieg das EBITDA im Jahresvergleich um 3,1%.

Die Aufwendungen für Abschreibungen stiegen im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahresniveau um 5,2% in erster Linie durch die höheren Abschreibungen in Österreich und der Republik Mazedonien. Das Betriebsergebnis sank infolgedessen im Jahresvergleich um 14,4% (berichtet: -14,9%).

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Barbara Grohs

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