Ausblick

Der Telekom Austria Group ist es im Geschäftsjahr 2016 gelungen, ihre Umsatzerlöse auf berichteter Basis zu steigern – und das trotz des starken Wettbewerbs auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt und der anhaltend schwierigen Lage in Zentral- und Osteuropa. Ein Großteil der Mobilfunkmärkte war von einem anhaltend intensiven Wettbewerb geprägt, der zum Teil auf die weiterhin schwache Konjunkturlage zurückzuführen war, die sich aber in einigen Segmenten etwas verbessert hatte. In Weißrussland wirkte die hohe Abwertung des weißrussischen Rubels zu Beginn des Jahres dämpfend auf das in Euro bezifferte Umsatzwachstum. Eine weitere Belastung für die Telekom Austria Group ergibt sich aus der schrittweisen Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU ab 30. April 2016, wodurch operative Verbesserungen überschattet werden.

Das allgemeine Geschäftsklima dürfte auch im Jahr 2017 größtenteils anhalten. Für Österreich ist von einem ungebrochen starken Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt auszugehen. Vom laut Konjunkturprognosen uneinheitlichen wirtschaftlichen Umfeld in Mittel- und Osteuropa sind nur mäßige Impulse zu erwarten, während von einem anhaltend starken Konkurrenzdruck im Mobilfunkmarkt auszugehen ist. Zusätzlich werden operative Verbesserungen durch die Roaming-Abschaffung geschmälert, für das Jahr 2017 wird daraus ein negativer EBITDA-Effekt in der Telekom Austria Group in Höhe von rund 40 Mio. EUR erwartet. Positiv ist zu vermerken, dass die Nachfrage nach Festnetzdienstleistungen in allen konvergenten Märkten der Gruppe weiterhin günstig ausfallen dürfte.

Trotz der dargelegten Herausforderungen bekennt sich das Management der Telekom Austria Group weiterhin zu seiner Wachstumsstrategie, die sich auf drei strategische Bereiche fokussiert: Optimierung im Kerngeschäft, Erweiterung von Produkten und Dienstleistungen sowie wertsteigernde Fusionen und Übernahmen.

Im Zusammenspiel mit diesen Aktivitäten laufen die Bemühungen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz unvermindert fort.

Für das Jahr 2017 hat sich das Management der Telekom Austria Group das Ziel gesetzt, die negativen Auswirkungen der neuen Roaming-Bestimmungen auf die Umsatzentwicklung auszugleichen, und geht von einem leichten Wachstum der Umsatzerlöse auf berichteter Basis der Gruppe aus.

Um den starken Datenanstieg zu monetarisieren, wird die Telekom Austria Group weiter in den LTE-Ausbau in ihren Märkten sowie die beschleunigte Glasfaserausbau in Österreich investieren. Trotz der anhaltend hohen Investitionen in diesen Bereichen wird im Jahr 2017 eine leichte Reduktion der Anlagenzugänge vor Investitionen in Spektrum und Akquisitionen auf rund 725 Mio. EUR erwartet.

Am 22. Juli gab die Telekom Austria Group bekannt, dass sich América Móvil und die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) auf eine neue Dividendenerwartung geeinigt haben, die ab dem Finanzjahr 2016 anzuwenden ist. Diese Erwartung basiert auf der verbesserten operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe. Diese neue erwartete Dividende soll bei 0,20 EUR pro Aktie liegen und auf einer nachhaltigen Basis im Rahmen der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe wachsen.

Zur Gewährleistung ihrer finanziellen Flexibilität strebt die Telekom Austria Group nach wie vor die Beibehaltung der Ratings von Baa2 bzw. BBB von Moody's und Standard & Poor's an.

Dieser Ausblick stützt sich mit Ausnahme des weißrussischen Rubels auf konstante Währungen. Das Management der Telekom Austria Group räumt die begrenzte Berechenbarkeit des weißrussischen Rubels ein, geht für das Jahr 2017 aber von einer Abwertung gegenüber dem Euro im Einklang mit der Inflationsrate von rund 10 - 15% aus.

Im Hinblick auf Frequenzvergaben wird erwartet, dass die weißrussische Regierung Spektrum im 2.100-MHz Band verkaufen wird. Darüber hinaus sind potentiell Tender für Frequenzen in Bulgarien im 800-MHz-Band und möglicherweise im 2,6-GHz-Band, in Slowenien Ausschreibungen von 3.500-MHz und 10-12-GHz-Frequenzen im 1. Quartal 2017, sowie in der Republik Mazedonien für das 900-MHz- und 1.800-MHz Band nach dem Ablauf der aktuellen Lizenzen im März 2017 vorgesehen.
 

Ausblick1 2017per 30. Jänner 2017
Umsatzerlöse gesamt ca. +1%
Anlagenzugänge2 ca. 725 Mio. EUR

1 Der Ausblick basiert auf berichteten Werten und auf konstanter Währung, mit Ausnahme von Weißrussland.
2 Beinhaltet keine Investitionen in Spektrum oder Akquisitionen.

Haftungshinweis für zukunftsbezogene Aussagen:

Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise Ausdrücke wie „glaubt“, „ist der Absicht“, „nimmt an“, „plant“, „erwartet“ und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse können aufgrund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen enthalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf hinweisen, dass aufgrund einer Reihe von wichtigen Faktoren das tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen kann. Weder die Telekom Austria noch eine andere Person übernehmen eine Haftung für solche zukunftsbezogenen Aussagen. Telekom Austria wird diese zukunftsbezogenen Aussagen nicht aktualisieren, weder aufgrund geänderter tatsächlicher Umstände, geänderter Annahmen oder Erwartungen. Dieser Bericht stellt keine Empfehlung oder Einladung dar, Wertpapiere der Telekom Austria zu kaufen oder zu verkaufen.

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