Ausblick

Telekom Austria Group Ausblick für das Jahr 2017

Der Telekom Austria Group ist es im 1. Halbjahr 2017 gelungen, ihre Umsatzerlöse und ihr EBITDA mit einem Fokus auf hochwertige Kunden und attraktive Angebote im Festnetzbereich zu steigern. Dennoch herrschte auf den meisten Mobilfunkmärkten der Gruppe weiterhin ein intensiver Wettbewerb vor, der zum Teil auf die weiterhin schwache Konjunkturlage zurückzuführen war, die sich aber in einigen Segmenten etwas verbessert hatte. Ferner wurden die Ergebnisse im 1. Halbjahr 2017 durch eine Aufwertung des weißrussischen Rubels gegenüber dem EUR von 10,2% und Kosteneffizienzen getragen, welche halfen das Wachstum der Erlöse aus Dienstleistungen in ein EBITDA-Wachstum zu übertragen. Die Ergebnisse wurden negativ vom regulatorischen Gegenwind, insbesondere durch die schrittweise Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU per 30. April 2016 und 15. Juni 2017, beeinflusst. Dennoch fiel der Einfluss des Roamings geringer aus als erwartet. Das EBITDA-Wachstum wurde durch einige projektbezogene Umsatzbeiträge in Österreich sowie einige nicht zahlungswirksame Posten gestützt.

Das allgemeine Geschäftsklima dürfte auch im Jahr 2017 größtenteils anhalten. Für Österreich ist von einem ungebrochen starken Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt auszugehen. Die projektbezogenen Umsatzbeiträge lassen sich nicht auf den Rest des Geschäftsjahres 2017 hochrechnen. Vom laut Konjunkturprognosen uneinheitlichen wirtschaftlichen Umfeld in Mittel- und Osteuropa sind nur mäßige Impulse zu erwarten, während von einem anhaltend starken Konkurrenzdruck in den Mobilfunkmärkten auszugehen ist. Zusätzlich werden operative Verbesserungen durch die Roaming-Abschaffung geschmälert. Für das Jahr 2017 wird daraus ein negativer EBITDA-Effekt in der Telekom Austria Group in Höhe von rund 35 Mio. EUR erwartet. Die geringer aus als erwarteten Verluste aus dem Roaming beeinflussen nicht die Erwartung für die Verluste in der zweiten Jahreshälfte, welche gleich bleiben.

Positiv ist zu vermerken, dass die Nachfrage nach Festnetzdienstleistungen in allen konvergenten Märkten der Gruppe weiterhin günstig ausfallen dürfte, mit zusätzlicher Unterstützung durch die Akquisitionen von Festnetzanbietern in Kroatien und Weißrussland im Februar 2017 und Dezember 2016.

In diesem Geschäftsumfeld bekennt sich das Management der Telekom Austria Group weiterhin zu seiner Wachstumsstrategie, die sich auf drei strategische Bereiche fokussiert: Optimierung im Kerngeschäft, Erweiterung von Produkten und Dienstleistungen sowie wertsteigernde Fusionen und Übernahmen.

Im Zusammenspiel mit diesen Aktivitäten laufen die Bemühungen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz unvermindert fort.

Für das Jahr 2017 hat sich das Management der Telekom Austria Group das Ziel gesetzt, die negativen Auswirkungen der neuen Roaming-Bestimmungen auf die Umsatzentwicklung mehr als auszugleichen, und ist überzeugt, dass das Ergebnis des ersten Halbjahres die Erwartung des Managements von einem leichten Wachstum der Umsatzerlöse auf berichteter Basis der Gruppe unterstützen wird.

Um den starken Datenanstieg zu monetarisieren, wird die Telekom Austria Group weiter in den LTE-Ausbau in ihren Märkten sowie den beschleunigten Glasfaserausbau in Österreich investieren. Trotz der anhaltend hohen Investitionen in diesen Bereichen werden für das Jahr 2017 Anlagenzugänge vor Investitionen in Spektrum und Akquisitionen von rund 725 Mio. EUR erwartet.

Am 22. Juli gab die Telekom Austria Group bekannt, dass sich América Móvil und die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) auf eine neue Dividendenerwartung geeinigt haben, die ab dem Finanzjahr 2016 anzuwenden ist. Diese Erwartung basierte auf der verbesserten operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe. Diese neue erwartete Dividende soll bei 0,20 EUR pro Aktie liegen und auf einer nachhaltigen Basis im Rahmen der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe wachsen. Für das Geschäftsjahr 2017 beabsichtigt der Vorstand der Hauptversammlung 2018 wieder eine Dividende von EUR 0,20 vorzuschlagen.

Zur Gewährleistung ihrer finanziellen Flexibilität strebt die Telekom Austria Group nach wie vor die Beibehaltung der Ratings von Baa2 bzw. BBB von Moody's und Standard & Poor's an.

Dieser Ausblick stützt sich mit Ausnahme des weißrussischen Rubels auf konstante Währungen. Das Management der Telekom Austria Group räumt die begrenzte Berechenbarkeit des weißrussischen Rubels ein, geht für das Jahr 2017 aber von einer Abwertung gegenüber dem Euro von rund 0-5% (Periodendurchschnitt)
aus.

Im Hinblick auf Frequenzvergaben wird erwartet, dass die weißrussische Regierung Spektrum im 2.100-MHz Band verkaufen wird. Darüber hinaus sind potentiell Tender für Frequenzen in Bulgarien im 800-MHz- und 1.800-MHz-Band sowie in Slowenien Ausschreibungen von 3.500-MHz und 10‑12-GHz-Frequenzen vorgesehen. In der Republik Mazedonien hat die NRA bekannt gegeben, dass Tender für 2x10 MHz im 900 MHz-Band und 2x10 MHz im 1.800 MHz-Band im Jahr 2017 veröffentlicht werden, das Verfahren wurde jedoch noch
nicht gestartet.

Bitte beachten sie, dass dies eine Auflistung von erwarteten Spektrumsvergabeprozessen darstellt. Ob die Telekom Austria Group plant oder die Notwendigkeit sieht, daran teilzunehmen und Spektrum in den oben genannten Prozessen zu erwerben, ist nicht gestattet zu kommentieren.

Haftungshinweis für zukunftsbezogene Aussagen:

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