Ausblick unverändert

Der Telekom Austria Group ist es im 1. Quartal 2017 erneut gelungen, ihre Umsatzerlöse sowohl auf berichteter Basis als auch auf Proforma-Basis zu steigern. Erreicht wurde dies durch ein erfolgreiches Cross- und Upselling sowie ein wertorientiertes Management mit einem Fokus auf hochwertige Kunden und attraktive Angebote im Festnetzbereich. Dennoch herrschte auf den meisten Mobilfunkmärkten der Gruppe weiterhin ein intensiver Wettbewerb vor, der zum Teil auf die weiterhin schwache Konjunkturlage zurückzuführen war, die sich aber in einigen Segmenten etwas verbessert hatte. Ferner wurden die Ergebnisse im 1. Quartal durch eine Aufwertung des weißrussischen Rubels gegenüber dem EUR von 12,5% getragen, während der regulatorische Gegenwind, insbesondere durch die schrittweise Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU per 30. April 2016, bestehen blieb.

Das allgemeine Geschäftsklima dürfte auch im Jahr 2017 größtenteils anhalten. Für Österreich ist von einem ungebrochen starken Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt auszugehen. Vom laut Konjunkturprognosen uneinheitlichen wirtschaftlichen Umfeld in Mittel- und Osteuropa sind nur mäßige Impulse zu erwarten, während von einem anhaltend starken Konkurrenzdruck im Mobilfunkmarkt auszugehen ist. Zusätzlich werden operative Verbesserungen durch die Roaming-Abschaffung geschmälert, für das Jahr 2017 wird daraus ein negativer EBITDA-Effekt in der Telekom Austria Group in Höhe von rund 40 Mio. EUR erwartet. Positiv ist zu vermerken, dass die Nachfrage nach Festnetzdienstleistungen in allen konvergenten Märkten der Gruppe weiterhin günstig ausfallen dürfte, mit zusätzlicher Unterstützung durch die Akquisitionen von Festnetzanbietern in Kroatien und Weißrussland im Februar 2017 und Dezember 2016.

Trotz der dargelegten Herausforderungen bekennt sich das Management der Telekom Austria Group weiterhin zu seiner Wachstumsstrategie, die sich auf drei strategische Bereiche fokussiert: Optimierung im Kerngeschäft, Erweiterung von Produkten und Dienstleistungen sowie wertsteigernde Fusionen und Übernahmen.

Im Zusammenspiel mit diesen Aktivitäten laufen die Bemühungen zur Steigerung der betrieblichen Effizienz unvermindert fort.

Für das Jahr 2017 hat sich das Management der Telekom Austria Group das Ziel gesetzt, die negativen Auswirkungen der neuen Roaming-Bestimmungen auf die Umsatzentwicklung auszugleichen, und geht von einem leichten Wachstum der Umsatzerlöse auf berichteter Basis der Gruppe aus.
Um den starken Datenanstieg zu monetarisieren, wird die Telekom Austria Group weiter in den LTE-Ausbau in ihren Märkten sowie den beschleunigten Glasfaserausbau in Österreich investieren. Trotz der anhaltend hohen Investitionen in diesen Bereichen wird im Jahr 2017 eine leichte Reduktion der Anlagenzugänge vor Investitionen in Spektrum und Akquisitionen auf rund 725 Mio. EUR erwartet.

Am 22. Juli gab die Telekom Austria Group bekannt, dass sich América Móvil und die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB) auf eine neue Dividendenerwartung geeinigt haben, die ab dem Finanzjahr 2016 anzuwenden ist. Diese Erwartung basiert auf der verbesserten operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe. Diese neue erwartete Dividende soll bei 0,20 EUR pro Aktie liegen und auf einer nachhaltigen Basis im Rahmen der operativen und wirtschaftlichen Entwicklung der Gruppe wachsen.

Zur Gewährleistung ihrer finanziellen Flexibilität strebt die Telekom Austria Group nach wie vor die Beibehaltung der Ratings von Baa2 bzw. BBB von Moody's und Standard & Poor's an.

Dieser Ausblick stützt sich mit Ausnahme des weißrussischen Rubels auf konstante Währungen. Das Management der Telekom Austria Group räumt die begrenzte Berechenbarkeit des weißrussischen Rubels ein, geht für das Jahr 2017 aber von einer Abwertung gegenüber dem Euro im Einklang mit der Inflationsrate von rund 10% aus.

Im Hinblick auf Frequenzvergaben wird erwartet, dass die weißrussische Regierung Spektrum im 2.100-MHz Band verkaufen wird. Darüber hinaus sind potentiell Tender für Frequenzen in Bulgarien im 800-MHz-Band und in Slowenien Ausschreibungen von 3.500-MHz und 10 12-GHz-Frequenzen vorgesehen. In der Republik Mazedonien hat die NRA bekannt gegeben, dass Tender für 2x10 MHz im 900 MHz-Band und 2x10 MHz im 1.800 MHz-Band im Jahr 2017 veröffentlicht werden, das Verfahren wurde jedoch noch nicht gestartet.

Haftungshinweis für zukunftsbezogene Aussagen:

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