Veröffentlichung

Veröffentlichung gemäß §5(2) Rechnungslegungs-Kontrollgesetz

Die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung hat im Rahmen ihrer Prüfung Fehler im Konzernabschluss der Telekom Austria Aktiengesellschaft zum 31.12.2013 festgestellt, deren Veröffentlichung mit Bescheid der Finanzmarktaufsicht von 21.04.2015 wie folgt vorgeschrieben wurde:

Der Konzernabschluss der Telekom Austria Aktiengesellschaft zum 31.12.2013 ist aus folgenden Gründen fehlerhaft:

1.1. IAS 36 Wertminderungen

Der Firmenwert „Mobiltel", der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Bulgarien, ist um mindestens 59,4 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen, weil er bereits im Geschäftsjahr 2013 um mindestens 59,4 Mio. EUR wertzumindern gewesen wäre.

Dies verstößt gegen IAS 36.59 iVm IAS 36.104 (a).

Der im Wertminderungstest für den Firmenwert „Mobiltel" angesetzte Detailplanungszeitraum überstieg fünf Jahre, obwohl die Telekom Austria Aktiengesellschaft nicht anhand vergangener Erfahrungen unter Beweis stellen kann, die Cashflows über einen längeren Zeitraum genau vorherzusagen.

Dies verstößt gegen IAS 36.35.

Bei der Ermittlung des Nutzungswerts des Firmenwerts „Mobiltel" wurden im Wertminderungstest vorzeitig Effekte aus geplanten zukünftigen Maßnahmen, die eine Verbesserung der Ertragskraft bewirken würden, berücksichtigt.

Dies verstößt gegen IAS 36.44 (b).

Die Zahlungsströme wurden nicht mit einem für die Währung, in der die Zahlungsströme generiert werden, angemessenen Abzinsungssatz abgezinst.

Dies verstößt gegen IAS 36.54.

Aus den oben angeführten Verstößen folgt, dass das Ergebnis vor Steuern, das Eigenkapital und der Firmenwert „Mobiltel" durch die Überbewertung des Bilanzpostens „Firmenwerte" um mindestens 59,4 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen sind.

1.2. lAS 39 Finanzinstrumente und Hedge-Accounting

Das Ergebnis vor Steuern ist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 um mindestens 5,7 Mio. EUR zu hoch ausgewiesen. Die Telekom Austria Aktiengesellschaft sicherte das Zinsänderungsrisiko einer geplanten Anleiheemission durch derivative Finanzinstrumente ab. Der Verlust aus dem Sicherungsgeschäft wurde direkt im Eigenkapital erfasst. Das Unternehmen verabsäumte es, den Teil des Verlusts, der durch das abgesicherte Grundgeschäft nicht mehr kompensiert wird, in die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung umzubuchen.

Dies verstößt gegen IAS 39.97.

Die Telekom Austria Aktiengesellschaft hat mittlerweile die entsprechenden Berichtigungen im Jahresabschluss 2014 vorgenommen.

Die Telekom Austria Aktiengesellschaft teilt mit, dass eine den Konzernabschluss 2013 betreffende Fehlerveröffentlichung gemäß § 5 Abs 2 RL-KG auf der Website der Telekom Austria Aktiengesellschaft unter dem Menüpunkt „Investor Relations" http://www.telekomaustria.com/de/ir/16213 stattgefunden hat.

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