Weißrussland

Tomorrow is yours. velcom

velcomSeit dem 1. Jänner 2015 findet die Rechnungslegung für Hochinflationsländer gemäß IAS 29 für Weißrussland keine Anwendung mehr. Dies wurde von einem Ausschuss der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften beschlossen, da neben anderen berücksichtigten Faktoren die kumulierte Inflationsrate unter 100% sank. Infolgedessen werden ab dem 1. Quartal 2015 die durchschnittlichen Wechselkurse des Be-richtszeitraums zur Konsolidierung herangezogen.

Das makroökonomische Umfeld in Weißrussland trübte sich im Berichtsjahr bedingt durch die Rezession in Russland ein. Bereits im Jänner 2015 verlor der weißrussische Rubel stark an Wert und nach einer vergleichsweise stabilen Entwicklung brach er Ende August erneut ein. Den Rest des Jahres blieb die weißrussische Währung annähernd stabil und verlor somit insgesamt 29,2% an Wert (2014: –9,0%). Die Inflationsrate lag mit 12,0% im Jahr 2015 leicht unter dem Niveau des Vorjahres (16,2%).

Vor diesem Hintergrund legte das Management von velcom neben seiner Positionierung als Premium-Anbieter mit hoher Netzwerkqualität auch 2015 Wert auf ein Tarif- und Endgeräteportfolio mit Fokus auf Smartphones und Tablets, um von der steigenden Nachfrage nach Daten profitieren zu können. Darüber hinaus standen die Optimierung der betrieblichen Aufwendungen sowie deren Entkoppelung von Fremdwährungseffekten weiter im Zentrum der Bemühungen.

Die Gesamtkundenanzahl von velcom blieb im Berichtsjahr stabil bei rund 4,96 Millionen. Der Anstieg bei den mobilen Breitbandkunden um 8,7% auf rund 308.800 spiegelt die oben beschriebene kontinuierlich steigende Nachfrage nach Datendiensten wider. Der Marktanteil von velcom blieb im Berichtsjahr beinahe unverändert bei 42,5% (2014: 42,4%).

Inklusive negativer Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 75,3 Mio. EUR fielen die Umsatzerlöse 2015 im Jahresvergleich um 7,9% auf 327,1 Mio. EUR. In Lokalwährung stiegen sie jedoch um 20,2%. Die inflationsbedingten Preisanpassungen Ende 2014 und per 1. Dezember 2015, Upselling-Effekte sowie die stetig steigende Datennutzung waren wesentliche Gründe für einen Anstieg der Erlöse aus monatlichen Grund- und Verbindungsentgelten. Die Umsätze aus dem Verkauf von Endgeräten stiegen ebenfalls aufgrund währungsgetrieben höherer Preise für Endgeräte. Darüber hinaus verzeichnete velcom höhere Erlöse aus Zusammenschaltung, primär durch höhere internationale Tarife. Infolge der negativen Währungsentwicklung sank der durchschnittliche Monatserlös pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) von EUR 5,1 auf EUR 4,6.