Wesentlichkeitsanalyse

2012 führte die Telekom Austria Group erstmals eine Wesentlichkeitsanalyse durch, um ihre Nachhaltigkeitsstrategie grundlegen zu überarbeiten. 2015 wurde im Rahmen einer erneuten Wesentlichkeitsanalyse die Strategie angepasst.

Eine Fokussierung auf das Wesentliche und die verstärkte Ausrichtung am Kerngeschäft kennzeichnen heute die Nachhaltigkeitsstrategie der Telekom Austria Group. Welche CSR-Themen wesentlich sind und wie sie sich bestmöglich auf das Kerngeschäft beziehen, hat die Unternehmensgruppe in einer Wesentlichkeitsanalyse herausgearbeitet. Alle sozialen und ökologischen Aspekte entlang der Wertschöpfungskette der Telekom Austria Group wurden analysiert und priorisiert. Und in einer Matrix visualisiert.

Auf dieser Basis entstanden Handlungsfelder, die für die nachhaltige Entwicklung der Unternehmensgruppe besonders relevant sind. Und die Entwicklung geht weiter: Gemeinsam mit den Stakeholdern definiert die Telekom Austria Group jedes zweite Jahr erneut die Themen, die für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung wesentlich sind.

 
Der Weg zum Wesentlichen

Um das gesamte Themenspektrum der Nachhaltigkeit für die Telekom Austria Group zu erfassen, wurde in einem ersten Schritt eine Übersicht über mögliche soziale und ökologische Themen erstellt. Dazu wurden die Anforderungen des Reporting Standards GRI G4 inklusive des Telecommunication Sector Supplement analysiert, Inputs aus dem laufenden Stakeholderprozess aufgenommen sowie die Themen der relevanten Sustainability Ratings und Peer Group analysiert und auf. Die daraus abgeleiteten 120 Themen wurden in einem gemeinsamen Workshop auf 82 komprimiert.

Im zweiten Schritt dienten die zusammengefassten 82 Themen als Basis für eine erste interne Wesentlichkeitsbewertung. Dabei wurden sieben interne Expertengruppen gebildet (CSR, Marketing & Produkte, HR, Supply Chain usw.), welche die spezifischen Themen zu ihrem Fachgebiet nach vier Kriterien bewertet haben (Möglichkeit zur aktiven Steuerung, finanzielle Auswirkung, Risiko, Chancen & Potentiale).

Jene Themen, die aus der Expertenbefragung als wesentlich hervorgingen, wurden in einem dritten Schritt in einen Online-Fragebogen übergeführt. Dabei wurden 2/3 der Themen aus der Expertenbefragung aufgenommen und weiter in 29 übergeordneten Themen zusammengefasst. Der Online-Fragebogen wurde an externe Stakeholder wie Kunden, Medien, NGOs, Politik, Wissenschaft und Lieferanten aber auch MitarbeiterInnen und das Management der Telekom Austria Group versandt. Über 1.000 Personen haben den Fragebogen beantwortet und dabei alle Themen mit einem Punktesystem von 1-4 nach deren Relevanz bewertet sowie ein Ranking der Top 5 Themen vorgenommen.

Daraus ergab sich die Wesentlichkeitsmatrix als inhaltliche Grundlage für die Nachhaltigkeitsstrategie der Telekom Austria Group. Sie stellt die Relevanz der einzelnen Nachhaltigkeitsthemen aus Sicht der Stakeholder und aus Sicht des Managements der Telekom Austria gegenüber und liefert Schwerpunkte, aus denen vier Handlungsfelder abgeleitet wurden:

Prozess der Wesentlichkeitsanalyse
Prozess der Wesentlichkeitsanalyse
Die wesentlichen Ergebnisse

Als Ergebnis einer erneuten Wesentlichkeitsanalyse Anfang 2015 blieben die bedeutendsten Themen für die Stakeholder mit „Kundenorientierung", „Datenschutz" sowie „Netzqualität und Ausfallssicherheit" nahezu unverändert. Neue oder zusätzliche Themen wurden im Rahmen dieser Befragung nicht identifiziert. Insbesondere „Datenschutz" steht bei Kundinnen und Kunden sowie Lieferanten an erster Stelle. Die MitarbeiterInnen hingegen nennen „Kundenorientierung" als wesentlichstes Thema. Die Bedeutung der Themen „Vielfalt" und „Digitale Kluft" nahm bei Kunden und Lieferanten deren Analyse zufolge vergleichsweise ab.

Wesentlichkeitsmatrix
Wesentlichkeitsmatrix

Nachhaltigkeitsbericht

Konkrete Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse.

Nachhaltigkeitsbericht 2015/2016

Kontakt

Petra Gallaun

Irene Jakobi

Leitung CSR
Telekom Austria Group & A1