Energieeffizienz
Hersteller von Endgeräten, Mobilfunkbetreiber, Breitbandanbieter, Internetdienste wie Suchmaschinen und Webplattformen verbrauchen für die Produktion von Endgeräten, den Transport und das Speichern von Daten Energie. Der Energiebedarf wird sich bis 2020 verdoppeln, weil in den entwickelten Gesellschaften steigende Datenvolumina, der rasante Umbau der Telekommunikationsinfrastruktur und die wachsende Breitbandpenetration mehr Energie benötigen, aber auch weil der Einsatz moderner Technologien in Schwellenländern erst am Anfang steht. Allein das PC Aufkommen wird in diesen Ländern 2020 4 Milliarden betragen, viermal so viel wie eine Studie der Climate Group 2008 erhoben hat.
A1 setzt bei der Energieeffizienz in den Technikräumen neue Maßstäbe: Ein effizientes Kühlverfahren, die sogenannte Hot-Spot-Absaugung, wird nach flächendeckender Umsetzung jährlich rund 4.500 MWh Strom sparen. Das entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 1.000 österreichischen Haushalten. Statt wie bislang die Umgebungsluft innerhalb einer IT-Anlage abzukühlen, liegt das Augenmerk dieses Verfahrens auf den jeweiligen Wärmequellen selbst. Die Heißluft wird direkt über dem Gerät (Hot-Spot) abgesaugt, gleichzeitig wird Außenluft zur Kühlung zugeführt. Positiver Nebeneffekt: Das Hot-Spot-Verfahren erhöht die Verfügbarkeit und die Lebensdauer von Entwärmungsanlagen und verringert den Wartungsaufwand gegenüber herkömmlichen Kühlanlagen signifikant. Die Umweltbelastung lässt sich damit um 50 % verringern. A1 adaptiert schrittweise bestehende Anlagen und errichtet neue Anlagen mit Hot-Spot-Absaugung. 2010 wurden 21 Anlagen mit dieserTechnologie versehen. Neben der Optimierung der Klimatisierung ist eine Reduktion der Verwendung von Kühlmitteln ein weiteres Ziel. Mobilfunkstationen werden fast ausschließlich (außer an heißen Sommertagen) mittels Außenluftkühlung (Free Cooling) gekühlt.
Außerdem wird die Unternehmenszentrale in der Wiener Lassallestraße sowie zwei weitere Unternehmensstandorte in Graz und Salzburg mit Ökostrom versorgt. In Kroatien verwendet Vipnet für mehr als 50 Basisstationen alternative Energiequellen: 43 Stationen werden mithilfe von Photovoltaik, 13 mit Photovoltaik und Windenergie betrieben.


