Hannes Ametsreiter: Breitband-Internet und IKT bestimmen Europas Weg aus der Krise

  • Forum Alpbach: Wirtschaftsgespräche zum Management der Krise
  • Diskussion mit Romano Prodi, Minister Reinhold Mitterlehner und anderen Meinungsbildnern
  • IKT und Breitbandinfrastruktur leisten wichtigen Beitrag zum Wirtschaftswachstum
  • Änderungswille bei Unternehmen und Verwaltung gefragt


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Bei der Eröffnung der Wirtschaftsgespräche beim diesjährigen Forum Alpbach trafen Romano Prodi, ehemaliger Präsident der EU-Kommission und früherer italienischer Regierungschef, Bundesminister Reinhold Mitterlehner, Prof. Paul Kirchhof, Experte für Steuerrecht, Henryka Bochniarz, polnische Arbeitgebervertreterin, Ursula Engelen-Kefer, ehemalige stv. Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Bernhard Felderer, IHS-Chef, sowie Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group, unter der Moderation von Erhard Fürst, Industriellenvereinigung, zu einer lebhaften Diskussion über das Management der Krise zusammen.

Bereits im Eingangsstatement hielt Hannes Ametsreiter fest: „IKT- und Breitbandinfrastruktur leisten in den verschiedensten Arbeits- und Lebensbereichen einen wesentlichen Beitrag, um den Beruf effizienter und das Privatleben einfacher zu gestalten. Das reicht vom regionalen Gesundheits- und Pflegewesen über die öffentliche Verwaltung bis hin zu weltweit vernetzten Bildungseinrichtungen.“

In Anlehnung an den bekannten österreichischen Nationalökonomen Joseph Schumpeter betonte Hannes Ametsreiter die große Bedeutung von Innovationen in Krisenzeiten und strich darüber hinaus das Thema Change Readiness, also die Fähigkeit und den Willen, mit Veränderungen positiv umzugehen, hervor: „Europa braucht Veränderung, um im globalen Wettbewerb besser bestehen zu können. Dabei ist Change Readiness ein Schlüsselfaktor, um aus der Krise durchzustarten. Die Notwendigkeit einer neuen, offenen Geisteshaltung besteht nicht alleine für die Wirtschaft, sondern genauso für den öffentlichen Sektor und die Bürger der Europäischen Union.“

Digitale Agenda der EU: Breitband und IKT für alle EU-Bürger
Auch wenn immer mehr Tätigkeiten – von Stellenbewerbungen über Steuererklärungen bis hin zu zur Ticketbuchung – online erledigt werden, sind 30 % aller EU-Bürger, also 150 Millionen Menschen, noch nie im Internet gewesen! Die Europäische Kommission hat im Mai 2010 die Digitale Agenda präsentiert, deren Ziel es ist, allen Bürgern der EU den Zugang zu Breitband-Internet bis zum Jahr 2013 zu ermöglichen und sie an digitale Dienste und Medien heranzuführen.

Bei der Wettbewerbsfähigkeit, so Generaldirektor Hannes Ametsreiter, stellen Breitband und IKT besonders wichtige Erfolgsfaktoren dar: Die Europäische Kommission setzt ganz klar auf Breitbandinfrastruktur und IKT Services zur Steigerung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit in Europa. Die Telekom Austria Group hat im Mai eine Studie von Frontier Economics (UK) präsentiert, die zeigt, dass vor allem osteuropäische Länder diesem ambitioniertem Ziel hinterherhinken. Obwohl sich laut Studie das Einkommensniveau im Vergleich zu Westeuropa verringert hat, konnte der Ausbau der Breitbandinfrastruktur in CEE im selben Zeitraum nicht mithalten. Hannes Ametsreiter hat dazu in Alpbach eine Reihe von Vorschlägen präsentiert, wie Breitband und IKT forciert werden können – und zwar ohne die bereits strapazierten Budgets der öffentlichen Hand weiter zu belasten: Beispielsweise würden durch vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren für Basisstationen sowohl die Wirtschaft als auch die Konsumenten profitieren. Darüber hinaus soll durch klare Regulierungsrichtlinien Rechtssicherheit hergestellt werden, um den dringend notwendigen Glasfaserausbau in Europa voranzutreiben.

Unglaubliche Dynamik der digitalen Gesellschaft
Das Internet erlebt heute eine Explosion der transportierten Datenmengen, die mit Netztechnologien früherer Generationen kaum noch zu bewältigen ist. Täglich kommen pro Sekunde 4.000 neue Webadressen im Internet hinzu. Dieser Entwicklung kann man auf Infrastrukturseite nur mit gezielten Ausbaumaßnahmen und mit der Implementierung und weiterem Rollout neuester Mobilfunktechnologien wie HSPA+ oder in Zukunft LTE gerecht werden.

Um das Ziel der Digitalen Agenda mit Internetzugangsgeschwindigkeiten von 30 Mbit/s für alle Europäer bis 2020 auch in Österreich zu erreichen, hat die Telekom Austria Group in Österreich ein ambitioniertes Ausbauprogramm für die garantierte Breitbandversorgung Österreichs in Angriff genommen. Bis 2013 fließen rd. eine Milliarde Euro in den Ausbau des Festnetzes und rund 500 Mio. Euro in das Mobilfunknetz. Dazu zählen die vier Glasfaserpiloten in Villach, Klagenfurt, Wien (15. und 19. Bezirk) sowie der Ausbau mit VDSL. Im Endausbaustand wird die potentielle Versorgung 2013 bei 2 Millionen Haushalten liegen, rund 750.000 außerhalb urbaner Ballungszentren. Daneben gibt es LTE Trials im A1 Netz in St. Pölten und in Wien (2. und 21. Bezirk).

E-Health und Smart Grid Technologien im Fokus
Kernbereiche der Telekom Austria Group sind die Industriezweige Gesundheit, Transport, Energie, Content etc., die gemeinsam mit den IKT-Anbietern neue, innovative Internetanwendungen auf Basis integrierter Technologien entwickeln sollen. Auch im Sinne dieser Industrieselektion befindet sich A1 Telekom Austria mit seinen Schwerpunkten in den Bereichen E-Health, Green IT und Smart Grid im Einklang mit gesamteuropäischen Zielsetzungen. Das Videofon, die standardisierte Archivlösung für Radiologen, mobile Lösungen für die ambulante Pflegebetreuung älterer Menschen, Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Verringerung des ökologischen Footprints des Unternehmens (Reduktion von CO2-Emissionen, Einführung von Stromtankstellen an verkehrstechnisch neuralgischen Telefonzellenstandorten noch in diesem Jahr), beweisen den hohen Deckungsgrad der Strategie der Telekom Austria Group mit den Visionen und Zielen Europas.

Über die Telekom Austria Group:
Die Telekom Austria Group ist führender Telekommunikationsanbieter im CEE-Raum. Die Gruppe notiert seit November 2000 an der Wiener Börse und ist in acht Ländern tätig: in Österreich (A1 Telekom Austria), Slowenien (Si.mobil), Kroatien (Vipnet), den Republiken Serbien (Vip mobile) und Mazedonien (Vip operator), Bulgarien (Mobiltel), Weißrussland (Velcom) sowie in Liechtenstein (mobilkom liechtenstein). Das Geschäftsfeld Festnetz umfasst Sprachtelefonie, Daten- und IT-Lösungen, Internet-Access, Multimedia-Dienste sowie Wholesale, das Geschäftsfeld Mobilkommunikation beinhaltet Sprachtelefonie, mobiles Internet sowie Daten- und Payment-Lösungen. Die Unternehmensgruppe betreut rund 2,3 Millionen Festnetzanschlüsse in Österreich und 19,2 Millionen Mobilfunk-Kunden in den acht Ländern. Die Telekom Austria Group beschäftigt mehr als 16.000 MitarbeiterInnen und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 4,8 Mrd. EUR. Der Vorstand der Telekom Austria Group setzt sich aus Generaldirektor Dr. Hannes Ametsreiter und Finanzvorstand und Generaldirektor-Stellvertreter Mag. Hans Tschuden zusammen. Weitere Informationen unter www.telekomaustria.com

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Forum Alpbach 2010
 
 
Forum Alpbach 2010
Nach einer lebhaften Eröffnungsdiskussion über das Management der Krise: Romano Prodi, ehemaliger Präsident der EU-Kommission und früherer italienischer Regierungschef, Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group, und Bundesminister Reinhold Mitterlehner in Alpbach.

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Quelle: Telekom Austria Group/Markus Prantl
 
 
Forum Alpbach 2010
 
 
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Hochrangige Diskussionsteilnehmer bei den Wirtschaftsgesprächen in Alpbach: Romano Prodi, ehemaliger Präsident der EU-Kommission und früherer italienischer Regierungschef, Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group, Prof. Paul Kirchhof, Experte für Steuerrecht, und Bundesminister Reinhold Mitterlehner. (v.l.)


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Quelle: Telekom Austria Group/Markus Prantl