Telekom Austria Group
 

WIFO-Studie bestätigt Handlungsbedarf für weiteren Breitbandausbau in Österreich

Alpbach, am 02. September 2009: Breitbandausbau in Österreich im unteren OECD-Mittelfeld – Telekom Austria Group investiert 1,5 Mrd. EUR in den kommenden vier Jahren in den Netzausbau – CEO Hannes Ametsreiter strebt für „Breitband-Österreich“ innerhalb der OECD eine Position unter den Top 5 an – Telekom Austria Group sichert in Österreich 64.200 Arbeitsplätze ab – volkswirtschaftliche Bruttowertschöpfung des Konzerns liegt bei 7,1 Mrd. EUR

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Die in Alpbach präsentierte aktuelle WIFO-Studie zum Thema „Breitband in Österreich“ belegt die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung der Telekom Austria Group für die österreichische Volkswirtschaft. Telekom Austria TA AG und mobilkom austria schaffen gemeinsam eine jährliche Bruttowertschöpfung (Betriebsergebnis plus Personalaufwand plus Abschreibungen) von 7,1 Mrd. EUR. Das steuerliche Aufkommen und die Sozialabgaben betragen in Summe 1,8 Mrd. EUR pro Jahr. Insgesamt erzeugt die Telekom Austria Group eine Beschäftigungswirkung von 64.200 Arbeitsplätzen in Österreich. Damit werden über 1,6 Prozent aller Arbeitsplätze (Gesamtzahl der unselbständig und selbstständig Beschäftigten) in Österreich direkt oder indirekt durch Österreichs größtes Kommunikationsunternehmen abgesichert.

Digital Kluft nach wie vor ein Thema


Der Wachstumsbeitrag von IKT (Informations- und Kommunikationstechnologien) lag in den Jahren 2000 bis 2005 in Österreich bei 0,39 Prozentpunkten. „Die Gesamtbetrachtung zeigt, dass die IKT-Branche in Österreich als Wachstumstreiber nur mittelmäßig ausgeprägt ist“, erklärt Prof. Dr. Karl Aiginger, Leiter des WIFO. So lag der Beitrag in unseren unmittelbaren Nachbarländern Slowenien und der Tschechischen Republik im Vergleichszeitraum beispielsweise bei 0,51 bzw. 0,49 Prozentpunkten. Das Vorreiterland Dänemark verzeichnete sogar einen Wert von 0,61 Prozentpunkten.

Potenzial ortet Karl Aiginger bei der IKT-Infrastruktur. Im OECD-Vergleich lag Österreich 2008 mit einer Breitband-Penetration von 21,6% der Bevölkerung nur an 19. Position, die führenden Staaten waren Dänemark, Niederlande und Norwegen; ähnlich flach verlief die österreichische Wachstumsrate zwischen 2003 und 2008. „Auch die Digitale Kluft, also die Benachteiligung der ländlichen Bereiche, in Österreich ist noch nicht gebannt: Hier liegen wir im Eurostat-Ranking immerhin auf dem 10. Platz“, so Karl Aiginger.

Hannes Ametsreiter: Unser Fokus liegt auf dem ländlichen Raum


Mit dem Technologiesprung Glasfaser steht eine Entwicklungsstufe bevor, die mit einem bedeutenden Innovationsschub verbunden sein wird. Karl Aiginger weiter: „Im Hinblick auf die raschen Innovationszyklen der IKT-Branche würde ich sogar von einer ‚historischen Chance‘ für Österreich sprechen.“ Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group, kommentiert diesen Teil der

Studie: „Wir, Telekom Austria und mobilkom austria, investieren in den kommenden vier Jahren in Österreich 1,5 Mrd. EUR in die Breitbandinfrastruktur. Wir berücksichtigen dabei ganz besonders den ländlichen Raum, dessen Bewohner dadurch einen besseren Zugang zur Wissensgesellschaft erhalten. In diesem Zusammenhang lautet mein Appell an die alternativen Anbieter: Lassen Sie uns das Ziel des weiteren Breitbandausbaus gemeinsam verwirklichen. Durch eine konzertierte Vorgehensweise könnte sich Österreich in vier Jahren unter die besten fünf OECD-Staaten bei der Breitbandnutzung katapultieren.“

Zentrale Parameter für optimalen Breitbandausbau


Die WIFO-Studie belegt abermals das Fehlen einer österreichischen IKT-Gesamtstrategie. Österreich brauche dringend einen Rechtsrahmen und ein Förderwesen, das stimulierend auf Investitionen und Innovation wirke, so Karl Aiginger. Mit dem nächsten Technologiesprung besteht jetzt neuer Handlungsbedarf.

„Wir können den nächsten Entwicklungsschritt nicht alleine, also ohne entsprechende Rahmenbedingungen seitens Politik und Regulierung, setzen“, hält Hannes Ametsreiter fest und präzisiert: „Was Österreich nun braucht, ist eine IKT-Strategie, die den Wirtschaftsstandort nachhaltig stärkt. Hier sind rasche politische Willensbildung und Entscheidungen notwendig. Weiters sollen Breitband-Förderungen Teil des Maßnahmenpaketes sein.“ Dies betrifft primär den ländlichen Raum, wo mit der aktuell geplanten Förderung ein wertvoller Impuls gesetzt werden kann. Neue Fördermodelle wie z.B. steuerliche Erleichterungen in Form von Investitionsprämien oder auch in Form einer degressiven Abschreibung sind für den weiteren Breitbandausbau notwendig. Dritter Parameter ist eine zeitgemäße Regulierung, die positive Rahmenbedingungen für Investitionen und Innovation schaffen soll, wie etwa eine regionale Anpassung der Regulierungsinstrumente.

Telekom Austria Group investiert in Breitbandtechnologien


„Die über das Internet transportierten Datenmengen verdoppeln sich alle 1 bis 1,5 Jahre. Dazu tragen unter anderem multimediale Inhalte und die steigende Nutzung von Smartphones bei, mit denen die Kunden mailen und surfen“, berichtet Hannes Ametsreiter. Die Größe des „digitalen Universums“ beträgt heute bereits unvorstellbare 500 Milliarden Gigabyte (eine Zahl mit 21 Nullen).

IKT und Breitband sind wesentliche Treiber des Wirtschaftswachstums. Jede Verbesserung der Infrastruktur, sei es im Festnetz oder in der Mobilkommunikation, wirkt sich somit auch positiv auf den Wirtschaftsstandort Österreich aus. Deshalb wird die Telekom Austria Group in den nächsten Monaten ihre Netzkapazitäten weiter steigern.

So investiert Österreichs größter Kommunikationskonzern in den Jahren 2010 bis 2013 insgesamt 1,5 Milliarden Euro – im Rahmen ihres angekündigten Investitionsprogramms – für ultraschnelle Datennetze. Next Generation Network im Festnetzbereich ist das größte Technologieprojekt Österreichs im 21. Jahrhundert. Im Rahmen von Pilotprojekten wird Telekom Austria im Rahmen von Glasfaser-Pilotprojekte in Villach, Klagenfurt und Wien über 150.000 Haushalte mit ultraschnellem Datenleitungen mit bis zu 100 Mbit/s versorgen. Im ländlichen Raum erhalten rund 750.000 Haushalte und Gewerbebetriebe Zugang zu schnellem Internet mit bis zu 30 Mbit/s. In der Mobilkommunikation setzt mobilkom austria nach wie vor auf mobile Datendienste. Das bereits seit März 2009 im Einsatz befindliche HSPA+ Netzwerk wird weiter ausgebaut.


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Alpbach 2009
 
 
Alpbach 2009
Prof. Dr. Karl Aiginger, Leiter des WIFO, und Dr. Hannes Ametsreiter, Vorstandsvorsitzender der Telekom Austria Group. (v.l.n.r.)

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Kontakt:
Mag. Elisabeth Mattes
Konzernsprecherin
Telekom Austria Group
Tel: +43 664 331 2730
E-mail: elisabeth.mattes@telekom.at

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