Telekom Austria Group: Aktualisierter Ausblick für das Geschäftsjahr 2010
Das Marktumfeld der Telekom Austria Group ist durch das Zusammentreffen einiger negativer externer Einflussfaktoren mit den Auswirkungen der schwachen Konjunktur gekennzeichnet. Diese negativen Effekte umfassen die anhaltende Substitution der Festnetz-Telefonie durch die Mobilkommunikation und den weiteren Preisdruck in allen wichtigen Märkten der Gruppe. Darüber hinaus werden niedrigere regulierungsbedingte Roaming-Tarife und Terminierungsentgelte das Ergebnis der Gruppe im zweiten Halbjahr 2010 weiterhin negativ beeinflussen. Weiters stellt die Einführung einer Abgabe für bestimmte Mobilfunkdienste in Kroatien und der Republik Serbien eine zusätzliche Belastung dar.
Der Vorstand erwartet, dass sich die schwierigen Marktbedingungen auch im zweiten Halbjahr 2010 fortsetzen werden. Jedoch soll dieser aktualisierte Ausblick der Zuversicht der Gruppe Rechnung tragen, die bevorstehenden Herausforderungen durch klaren Kundenfokus, intensivierte Vermarktung innovativer Produkte und striktes Kostenmanagement erfolgreich angehen zu können. Darüber hinaus sind in diesem aktualisierten Ausblick auch die Auswirkungen der Integration der Segmente Festnetz und Mobilkommunikation in Österreich berücksichtigt.
Für das Geschäftsjahr 2010 werden Umsatzerlöse in der Höhe von rund 4,7 Mrd. EUR erwartet. Striktes Kostenmanagement wird den negativen Auswirkungen geringerer Umsatzerlöse entgegenwirken und zu einem EBITDA von 1,60 bis 1,65 Mrd. EUR führen. Abhängig vom Umfang der Investitionen im Segment Festnetz für die Migration zu einem All-IP-Netzwerk geht die Telekom Austria Group von Anlagenzugängen in der Höhe von 750 bis 800 Mio. EUR aus. Diese Summe berücksichtigt keine Investitionen in einen umfangreichen Ausbau der Glasfaserinfrastruktur, dessen Beginn nicht für 2010 geplant ist.
Der primäre Fokus des Vorstands liegt nach wie vor auf dem operativen Free-Cashflow, der sich auf zumindest 800 Mio. EUR belaufen wird. Die Telekom Austria Group bestätigt ihre Absicht, Dividenden in der Höhe von 65% des Jahresüberschusses, zumindest aber 75 Eurocent je Aktie, bis 2012 auszuschütten.
Der Vorstand hält weiterhin an der Mittelverwendungsstrategie inklusive Aktienrückkäufe zur Ausschüttung nicht benötigter liquider Mittel an die Aktionäre fest. Voraussetzung dafür sind jedoch eine ausgewogene Bilanzstruktur mit einer Nettoverschuldung von 1,8x–2,0x EBITDA sowie die Stabilität ausländischer Währungen und Geschäftstätigkeiten. Vor dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds ist jedoch nicht mit einem Beginn des Aktienrückkaufs im Jahr 2010 zu rechnen.
Dieser Ausblick geht von einer konstanten Währungsbasis aus.
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Ausblick 2010* per 18. August |
Ausblick 2010** per 12. Mai |
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| Telekom Austria Group | ||
| Umsatzerlöse | ~ 4,7 Mrd. EUR | ~4,7 Mrd. EUR |
| EBITDA | 1,60 - 1,65 Mrd. EUR | ~1,6 Mrd. EUR |
| Anlagenzugänge | 0,75 - 0,80 Mrd. EUR | ~ 0,8 Mrd. EUR |
| Operativer Free Cash Flow | zumindest 0,8 Mrd. EUR | ~0,8 Mrd. EUR |
| Dividende | 65% des Jahresüberschusses, Dividende je Aktie von mind. 75 Cent | 65 % des Jahres-überschusses, Dividende je Aktie von mind. 75 Cent |
* Unter Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten
** Ohne Berücksichtigung der Zusammenlegung der heimischen Geschäftstätigkeiten
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