Ausblick der Telekom Austria Group für das Gesamtjahr 2011
Einige negative externe Einflussfaktoren prägen nach wie vor das Marktumfeld der Telekom Austria Group. Die größten Herausforderungen sind die anhaltende Substitution der Festnetz-Sprachtelefonie durch die Mobilkommunikation und der stetige Preisdruck in den größten Märkten der Gruppe. Einschneidende Regulierungsmaßnahmen wie niedrigere Roaming-Tarife und die Senkung der mobilen Terminierungsentgelte wirken weiterhin negativ auf die Gruppe im Geschäftsjahr 2011. Steuern auf Mobilkommunikationsdienste in Kroatien stellen darüber hinaus eine zusätzliche Belastung dar.
Während mittelfristig eine Erholung des makroökonomischen Umfelds erwartet wird, geht die Telekom Austria Group davon aus, dass kurzfristig der konjunkturelle Gegenwind in den größten CEE-Märkten der Gruppe stark bleiben wird. Die Telekom Austria Group erwartet weiterhin, dass sich eine wirtschaftliche Erholung mit einer Verzögerung von ungefähr drei bis vier Quartalen positiv auf ihre Ergebnisse auswirken wird. Darüber hinaus ist der weißrussische Markt, der derzeit mit strukturellen, finanziellen und wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist, nach wie vor durch hohe Wechselkursvolatilität geprägt. Des Weiteren wurde Weißrussland ab dem 4. Quartal 2011 als Hyperinflationsland eingestuft.
Dennoch soll dieser Ausblick für das Gesamtjahr 2011 der Zuversicht der Gruppe Rechnung tragen, den bevorstehenden Herausforderungen durch klaren Kundenfokus, eine intensive Vermarktung innovativer Produkte sowie mit striktem Kostenmanagement begegnen zu können.
Für das Gesamtjahr 2011 erwartet die Telekom Austria Group Umsatzerlöse in der Höhe von ungefähr 4,50 Mrd. EUR. Striktes Kostenmanagement wird den Auswirkungen geringerer Umsatzerlöse entgegenwirken und zu einem bereinigten EBITDA, d.h. exklusive Restrukturierungs- und Wertminderungsaufwand, von bis zu 1,55 Mrd. EUR führen. Die Telekom Austria Group geht von Anlagenzugängen in der Höhe von 0,75-0,80 Mrd. EUR aus, worin keine Investitionen in Lizenzen oder den Erwerb von zusätzlichen Frequenzen enthalten sind. Der primäre Fokus des Vorstands liegt nach wie vor auf dem operativen Free Cashflow*, der sich auf bis zu 0,80 Mrd. EUR belaufen soll.
Die Telekom Austria Group beabsichtigt eine Dividende von 0,38 EUR je Aktie für die Jahre 2011 und 2012 auszuschütten. Ab 2013 beträgt die Ausschüttungsquote 55% des Free Cashflows, solange die Dividende zu keiner Reduktion des Eigenkapitals der Gruppe führt. Die Aufrechterhaltung eines stabilen Investment-Grade-Ratings von zumindest „BBB“ (stabiler Ausblick) wird weiterhin eine zentrale Voraussetzung für das Finanzprofil der Gruppe sein.
Ein Verschuldungskorridor von 2,0x -2,5x Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA bietet eine erhöhte Flexibilität zur Abwägung zwischen Aktienrückkäufen und Wachstumsprojekten. Der Beginn von Aktienrückkäufen hängt daher vom Volumen potenzieller Wachstumsprojekte ab. Aktienrückkäufe werden jedenfalls dann getätigt, wenn das Verhältnis Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA unter 2,0x fällt. Ein stabiles Geschäfts- und Währungsumfeld bildet weiterhin die Grundvoraussetzung für Aktienrückkäufe.
Dieser Ausblick basiert auf konstanter Währung für alle Märkte der Telekom Austria Group und berücksichtigt keine Effekte der inflationsbasierten Rechnungslegung im Segment Weißrussland im 4. Quartal 2011.
| Telekom Austria Group |
Ausblick 2011 per 14. November 2011 |
Ausblick 2011 per 16. Dezember 2011 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ungefähr 4,50 Mrd. EUR | ungefähr 4,50 Mrd. EUR |
| EBITDA bereinigt | bis zu 1,55 Mrd. EUR | bis zu 1,55 Mrd. EUR |
| Anlagenzugänge | 0,75 - 0,80 Mrd. EUR | 0,75 - 0,80 Mrd. EUR |
| Operating Free Cashflow* | bis zu 0,80 Mrd. EUR | bis zu 0,80 Mrd. EUR |
| Dividende |
55 % des Free Cashflows**, Dividende je Aktie von mind. 0,76 EUR |
Dividende je Aktie von 0,38 EUR |
*Operativer Free Cashflow = bereinigtes EBITDA abzüglich Anlagenzugängen in bestehenden Geschäftsbereichen
**Free Cashflow = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Anlagenzugängen in bestehenden Geschäftsbereichen
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