Österreich
A1 Telekom Austria

Im österreichischen Telekommunikationsmarkt nahm während der letzten Jahre der klare Trend zu konvergenten Kommunikationslösungen und dem Verschmelzen der dahinterliegenden Übertragungssysteme stetig zu. Die Telekom Austria Group stärkte 2010 ihre Positionierung in diesem Umfeld mit der Integration ihrer Festnetz- und Mobilkommunikationsaktivitäten in Österreich. Parallel dazu werden damit interne Synergien gehoben, die operativen Aufwendungen mittelfristig reduziert und eine effiziente, kundenorientierte Marktbearbeitung ermöglicht. Innerhalb weniger Monate wurden die notwendigen Voraussetzungen für die Verschmelzung der Festnetz- und Mobilkommunikationsgesellschaft zur A1 Telekom Austria AG geschaffen. Kritische Prozesse und Verantwortungsbereiche wurden rasch harmonisiert bzw. verschränkt und neue Organisationsstrukturen definiert.
Der operative Verlauf des Jahres 2010 war in Österreich von einer weiteren Steigerung der Kundenanzahl im Geschäftsfeld Mobilkommunikation und einer positiven Entwicklung der Anschlusszahlen im Festnetz geprägt.
Wachstum bei Festnetzanschlüssen
A1 Telekom Austria bietet Privat- wie auch Geschäftskunden ein umfassendes Festnetz-Produktportfolio an, das neben Sprachtelefonie, Festnetz-Breitband und Daten-TV (IPTV) weitere attraktive IKT-Dienste und -Lösungen umfasst. Dank des anhaltenden Erfolgs der Produktbündel und der Steigerung der Breitbandanschlüsse um 13,5% auf rund 1,2 Mio. konnte 2010 in Summe ein Anstieg der Festnetzanschlussleitungen um 0,1% auf 2,3 Mio. erzielt werden.
Die Festnetzsprachminuten gingen 2010 um 12,1% auf 2.972,7 Mio. zurück, der durchschnittliche Umsatz pro Festnetzanschluss (ARPL) um 2,2% auf 33,3 EUR. Damit wird bei der Sprachtelefonie ein Marktanteil von 61,1% und beim Festnetz- Breitband von 56,3% eingenommen.
Weiterer Kundenanstieg in der Mobilkommunikation
Mit einem Wachstum von 5,6% auf 5,1 Mio. Kunden und einem Marktanteil von 41,4% nach 42,6% im Vorjahr nimmt A1 Telekom Austria unverändert die führende Stellung im österreichischen Mobilkommunikationsmarkt ein. Wichtiger Treiber dieser Entwicklung war die anhaltend starke Nachfrage nach Mobilem Breitband (Anstieg von 29,4% auf rund 654.000 Kunden). Die Mobilfunkpenetration erhöhte sich 2010 von 135,7% auf 146,7%, womit der westeuropäische Durchschnitt deutlich übertroffen wird. Bedingt durch den anhaltenden Preisdruck und die negativen Auswirkungen der Regulierung bei Roaming- sowie Terminierungstarifen musste ein Rückgang des durchschnittlichen Kundenumsatzes (ARPU) um 9,5% auf 22,0 EUR verzeichnet werden. Der Vertragskundenanteil konnte um 3,2 Prozentpunkte auf 76,0% gesteigert werden, und die Churn Rate verlief mit 14,1% nach 14,6% im Vorjahr nach wie vor auf niedrigem Niveau.

