Kroatien

Embrace Life. Vipnet

Vip NetIn Kroatien wirkten sich auch 2015 der erhebliche regulatorische Druck in Form von reduzierten mobilen Terminierungsentgelten sowie die Verdreifachung der Frequenznutzungsentgelte im Juni 2014 auf die operative Entwicklung aus. Das wirtschaftliche Umfeld und die Wettbe-werbssituation zeigten dagegen erste Anzeichen einer Entspannung. Auch die Ende März 2015 eingeführten Mobilfunktarife, die auf LTE- und Daten-Monetarisierung fokussieren, wirkten sich im Berichtsjahr spürbar positiv auf die Umsatzerlöse aus. Die Entwicklungen im Festnetzgeschäft sind angesichts der Vertriebsoffensive im Bereich Breitband- und TV-Dienstleistungen weiterhin erfreulich. Das Festnetzgeschäft erfuhr mit dem Erwerb von Amis Kroatien, die seit dem 1. September 2015 konsolidiert wird, eine weitere Stärkung.

Die Gesamtanzahl der Mobilkommunikationskunden blieb im Berichtsjahr bei rund 1,7 Millionen nahezu stabil. Der Vertragskundenanteil konnte im Jahresverlauf auf 48,2% (2014: 46,8%) angehoben werden. Der Marktanteil betrug 2015 unverändert 36,0%. Im Festnetzbereich gelang eine Steigerung der Anschlüsse um 28,9% auf 283.400, die sowohl auf organisches Wachstum als auch den Erwerb von Amis Kroatien zurückging. Die Breitbandanschlüsse verzeichneten sogar einen Zuwachs um 47,2% auf rund 200.200 im Berichtsjahr, während die Anzahl der TV-Kunden um 12,5% auf rund 188.700 stieg. Mit Amis Kroatien kamen in Summe 24.300 Festnetzanschlüsse, der Großteil davon Breibandanschlüsse, sowie 9,100 TV-Kunden hinzu.

Bei den Umsatzerlösen verzeichnete Vipnet im Berichtsjahr einen Rückgang um 1,8% auf 371,3 Mio. EUR, der fast ausschließlich auf niedrigere Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten und niedrigere Zusammenschaltungserlöse zurückzuführen war. Während Erstere in Folge geringerer Stützungen für Endgeräte abnahmen, gingen Letztere aufgrund der im Jänner gekürzten mobilen Terminierungsentgelte 2015 zurück. Vor allem gelang jedoch eine Erhöhung der Erlöse aus monatlichen Grund- und Verbindungsentgelten, welche mehrheitlich auf höheren Erlösen aus Festnetzdienstleistungen beruht, und die die genannten Rückgänge zum Teil ausgleichen konnte.

Die durchschnittlichen Monatserlöse pro Mobilkommunikationskunde (ARPU) konnten von EUR 11,1 auf EUR 11,3 erhöht werden, wobei besonders der Prepaid-ARPU anstieg. Der durchschnittliche Monatserlös pro Festnetzanschluss (ARPL) erhöhte sich aufgrund von Upselling bei Festnetzkunden auf EUR 22,0 (2014: EUR 21,4). In Summe sanken die Erlöse aus Mobilkommunikation um 1,5%. Die Umsätze aus dem Fest-netzgeschäft stiegen um 21,9%.

4,13Mrd
Umsatz im Geschäftsjahr 2015