Zusammenfassung

Jahresvergleich:

In den ersten neun Monaten 2009 sanken die Umsatzerlöse um 6,3% auf 3.620,5 Mio. EUR hauptsächlich aufgrund geringerer Erlöse im Segment Festnetz infolge rückläufiger Sprachvolumina. Der Verkauf der Festnetz-Tochtergesellschaften in der Tschechischen Republik, der Slowakei sowie Polen in Höhe von insgesamt 29,8 Mio. EUR trug ebenfalls zu diesem Umsatzrückgang bei. Durch ein straffes Kostenmanagement konnten die betrieblichen Aufwendungen um 4,9% reduziert und der EBITDA-Rückgang, der auf niedrigere Beiträge aus beiden Segmenten zurückzuführen war, auf 6,6% bzw. auf 1.394,6 Mio. EUR begrenzt werden.

Rückgang der Festnetz-Erlöse spiegelt Verringerung der Sprachminuten wider

Straffes Kostenmanagement begrenzt EBITDA-Rückgang

Aufgrund des Aufwands aus Wertminderungen in Höhe von 352,0 Mio. EUR fiel das Betriebsergebnis um 412,5 Mio. EUR auf 223,9 Mio. EUR und der Nettoüberschuss um 357,6 Mio. EUR auf 31,3 Mio. EUR. Dieser Aufwand aus Wertminderungen betraf den Firmenwert für die Akquisition von Velcom in Weißrussland und die Lizenz für Vip mobile in der Republik Serbien. Ohne Berücksichtigung dieses Aufwands aus Wertminderungen ging das Betriebsergebnis in den ersten neun Monaten 2009 um 9,5% auf 575,9 Mio. EUR zurück, wobei der höhere Beitrag aus dem Festnetz-Segment das niedrigere Betriebsergebnis in der Mobilkommunikation teilweise ausgleichen konnte und der Nettoüberschuss 290,3 Mio. EUR betrug.

Aufwand aus Wertminderungen in Höhe von 352 Mio. EUR wirken sich auf Betriebsergebnis und Nettoüberschuss negativ aus

Die Anlagenzugänge verringerten sich vor allem aufgrund einer Reduktion der Anlagenzugänge in der Mobilkommunikation um 21,4% auf 419,8 Mio. EUR. Der Free Cashflow fiel einhergehend mit einem Rückgang des Free Cashflow je Aktie um 5,0% auf 1,23 EUR. Die Verringerung der Nettoverschuldung wurde fortgesetzt und konnte per Ende September 2009 gegenüber dem Jahresende 2008 um 5,3% auf 3.781,5 Mio. EUR reduziert werden. Exklusive der Rückstellung für das Restrukturierungsprogramm im 4. Qu. 08 betrug das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA (der letzten 12 Monate) 2,1x.

Quartalsvergleich:

Im 3. Qu. 09 fielen die Umsatzerlöse um 7,3% auf 1.231,7 Mio. EUR aufgrund niedrigerer Beiträge aus beiden Segmenten. Die Reduktion der betrieblichen Aufwendungen um 3,3% sowie eine erhaltene Einmalvergütung im Festnetz-Bereich in der Höhe von 10,2 Mio. EUR konnten den negativen Effekt der niedrigeren Erlöse mindern und führten zu einem EBITDA von 489,8 Mio. EUR im Vergleich zu 538,2 Mio. EUR im 3. Qu. 08.

Das Betriebsergebnis ging um 386,4 Mio. EUR zurück und führte zu einem Betriebsverlust von 126,4 Mio. EUR. Der Nettoüberschuss fiel um 299,2 Mio. EUR und ergab einen Nettoverlust von 136,3 Mio. EUR im 3. Qu. 09 gegenüber derselben Vorjahresperiode. Diese Rückgänge sind auf den Aufwand aus Wertminderungen in der Höhe von 352,0 Mio. EUR in Zusammenhang mit dem Firmenwert für die Akquisition von Velcom in Weißrussland und der Lizenz für Vip mobile in der Republik Serbien zurückzuführen. Ohne Berücksichtigung des Aufwands aus Wertminderungen sank das Betriebsergebnis um 13,2% auf 225,6 Mio. EUR aufgrund niedrigerer Beiträge aus der Mobilkommunikation, während sich das Betriebsergebnis im Segment Festnetz um 11,2% aufgrund von niedrigeren Abschreibungsaufwendungen erhöhte. Exklusive des Aufwands aus Wertminderungen betrug der Nettoüberschuss 122,7 Mio. EUR im 3. Qu. 09 gegenüber 162,9 Mio. EUR im 3. Qu. 08.

Free Cashflow betrug 213,5 Mio. EUR

Der Rückgang der gesamten Anlagenzugänge um 16,0% von 184,0 Mio. EUR auf 154,5 Mio. EUR ist auf eine restriktive Investitionspolitik sowie niedrigere Anlagenzugänge in der Mobilkommunikation, die einen Anstieg im Festnetz teilweise ausgleichen konnten, zurückzuführen. Die Verringerung der Anlagenzugänge konnte das niedrigere Ergebnis aus dem operativen Geschäft teilweise ausgleichen. Letzteres führte wiederum zu einem Rückgang des Free Cashflow um 14,4% auf 213,5  Mio. EUR. Der Free Cashflow je Aktie betrug 0,48 EUR im 3. Qu. 09.